Sonntag, 15. November 2015

Dem Christkind geflüstert...


Wie in jedem Jahr habe ich ein paar Dinge, die ich dem Christkind flüstern möchte, weil sie unsere Zwergenkinder besonders lieben, oder auch weil sie mir persönlich so positiv aufgefallen und ans Herz gewachsen sind.
Hier also meine Weihnachtsgeschenktipps für Zwei- bis Dreijährige:

Buchtipp: Vom Kleinen Zwerg (Astrid Pomaska)
Dieses Büchlein, das mit einer CD daher kommt (die ich bisher noch nie gehört habe, weil es uns so wichtig ist, den Kindern Geschichten zu erzählen / lesen, dass ich noch gar keine Gelegenheit hatte...) ist im Moment heißgeliebt in unserer Zwergengruppe. 
Der Kleine Zwerg erlebt die verschiedensten Abendteuer, die im Jahreslauf gelesen und erzählt werden können. Manche Geschichte hat uns gar mehrere Wochen begleitet und alle Kinder reimen zum Schluss im Chor: "...und nun ist die Geschichte aus!" Herzerwärmend, liebevoll erzählt. 

Buntspechte Holzfiguren:
Schöne und hochwertige Spielfiguren für Kinder zum Spielen und zur Freude der Erwachsenen. (Bild und Text:  http://www.buntspechte.de/index.php?id=101 )
Diese Figuren sind mir besonders ans Herz gewachsen.  Wessen Hand einmal von einer Buntspechte-Figur geschmeichelt wurde, der wird sich sofort verliebt haben. Von der wunderbaren Oberfläche, den ansprechenden Formen und Farben, der Wärme, die diese Figuren ausstrahlen. Ich persönlich finde, es gibt keine schöneren Spielfiguren für Kinder.
Eine Auswahl an Töpfchen, Pfannen und anderen Kochutensilien.
Besonders beliebt: Die Kinder-Teekanne. Daraus wird uns oft ein feiner Morgentee angeboten. Dazu ein frisches Holzei und ein knuspriger Rindentoast - Herz was willst du mehr?

Ein anschmiegsames Waldorfpüppchen. So ein Baby wird gerne an- u. ausgezogen, gefüttert, getragen und schlafen gelegt. Es tröstet den ein oder anderen kleinen Kummer und ist ein treuer Begleiter in allen Lebenslagen. 

Auch, oder besonders unterm Tannenbaum gilt: Weniger ist mehr!
Die Erfüllung eines Herzenswunsches ist mehr wert als ein Haufen bunter Herrlichkeiten, die schnell das Zimmer und den Geist überfrachten.
Wer es schön findet, den Kindern beim Auspacken vieler Päckchen zuzuschauen, der mag vielleicht noch nützliche Geschenke verpacken (Hausschuhe, Mütze, Schal)...

Und den Großeltern lege ich gern wieder ans Herz: 
Verschenkt Eure Zeit!
Geht mit den Kindern in den Wald und wenn Ihr nach Hause kommt, kocht einen feinen Kakao und lest ein schönes Bilderbuch vor.
Backt mit den Kindern Kuchen.
Besucht einen Streichelzoo.

In unserer Gesellschaft wird das materielle Geschenkt immer noch sehr hoch gehalten.
Doch an nichts mangelt es den Kindern unserer Zeit so sehr, als an ungeteilter, kindgerechter Aufmerksamkeit.

 
 



Donnerstag, 5. November 2015

Das Gebot der Stunde - Gedanken zu St. Martin


In  diesen Tagen feiern wir ein bedeutendes Fest unserer, von vielen Menschen im Lande so hoch gelobten, christlichen Kultur:
Das Fest des heiligen Martins.
Und ich bin der Meinung, ja, wir gehen mit unseren Kindern zum St. Martins-Umzug, zum Martinifest, zum Martinssingen - und nicht zum Lichter- oder Laternenfest (wie es ja z. Z. gerne genannt wird, um es ja jedem recht zu machen).
Doch was erzählt uns die Legende vom heiligen Mann?
Da kommt einer daher, sitzt auf dem hohen Ross.
Er hat einen guten Stand, warme Kleidung, Ansehen, eine sichere Herberge, eine gute Ernährung.
Und trifft  auf einen, dem alles mangelt. Der alles verlohren hat. Einen erbärmlichen Habenichts.
Er fragt nicht: "Wo kommst du her? Was willst du hier? Hast du ein Recht, hier zu sein? Was hast du gelernt? Wie kannst du mir nutzen? Geht von dir eine Gefahr aus? Bist du wie ich? Glaubst du an das Gleiche wie ich?".
Er beugt sich von seinem Ross zu ihm hinab und gibt seinen halben Mantel hin.
Und er lehrt  uns zu teilen. 
Mit denen die weniger haben als wir.
Wie ich finde, feiern wir am 11. November (und vieler Orts in den Tagen zuvor), das wichtigste Fest des Jahres 2015.


(Leider weiß ich nicht, wer das schöne Bild der Postkarte gemalt hat. Nehme den Namen des Künstlers selbstverständlich sofort auf, wenn ihn mir jemand nennen kann.)

Sonntag, 25. Oktober 2015

Nicht der Besitzt an materiellen Gütern
erhellen die Kinderjahre,
sondern die Liebe 
und die Gemütsverfassung der Eltern.

Rudolf von Tavel

Samstag, 24. Oktober 2015

Unser aktuelles Fingerspiel


Das Eichhorn flitzt im schnellen Lauf
den Kastanienbaum hinauf.
Springt, wie so oft, in großer Hast,
von Ast zu Ast, zum höchsten Ast.
Da sitzt es nun in aller Ruh'
und schaut den grauen Wolken zu.
Oktoberwind weht hin und her,
das kleine Eichhorn schwankt nun sehr
und hüpft, nach seiner kurzen Rast,
zum nächsten und zum nächsten Ast
den Stamm hinab bis in sein Haus,
dort ruht es sich vom Ausflug aus
.

Quelle: heilpädagogik.de 

Bild: Postkarte von M. van Zeyl

Montag, 19. Oktober 2015

Wir singen...


Ich bin die kleine Hexe und habe...blaue Schuh.
Ich reit' auf meinem Besen und sing ein Lied dazu:

Hei hopp, hopp, hopp,
hei hopp, hopp, hopp,
hei hopp, hopp, hopp, hopp, hopp.

Hei hopp, hopp, hopp,
hei hopp, hopp, hopp,
hei hopp, hopp, hopp, hopp, hopp.
 
Die Kinder stehen im Kreis, eines hält einen kleinen Besen zwischen den Beinen und geht während der ersten Zeile im Innenkreis herum. Bei "und habe..." machen wir eine kurze Pause und überlegen gemeinsam, welche Farbe die Schuhe des Kindes haben.
Bei "Hei hopp, hopp, hopp..." hüpft und tanzt die Hexe im Kreis, die außenstehenden klatschen.
Am Ende des kurzen Liedes darf das Hexenkind aussuchen, an wen es den Besen weiterreicht. Dieses Kind ist dann Hexchen für die nächste Runde.

Kleines Liedchen, unaufwendigse Thema, ganz viel "Pädagogik":
- Wir singen gemeinsam.
- Wir lernen die Farben.
-Wir klatschen den Takt.
- Wir lernen in eine andere Rolle zu schlüpfen.
- Wir lernen zu warten.
- Wir lernen zu wählen.
- Wir lernen auszuhalten bis wir gewählt werden.
- Wir lernen im Mittelpunkt zu stehen und es angenehm zu finden (ja, tatsächlich, auch das will gelernt sein!)

Foto: aus dem Bilderbuch "Die kleine Hexe feiert Weihnachten"  von Lieve Baetens / Oetinger Verlag